Geschichte des Budo

Die Geschichte der Kriegskünste reicht über 2000 Jahre zurück. Der Ursprung aller Kampfkünste ist vermutlich in Indien anzusehen. Mit Verbreitung des Buddhismus kam der Vorläufer der Kampfkünste zunächst nach China und dann nach Japan.

In Japan, zur Zeit der Feudalherrschaft der Samurai, gab es unterschiedliche Clans in verschiedenen Provinzen. Diese waren untereinander teilweise verfeindet. Es wurde innerhalb dieser Clans verschiedene Stilrichtungen der Kampfkünste entwickelt. Teilweise mit und teilweise ohne Waffen. Darüber hinaus war es den unteren Kasten (Bauer, Kaufleute etc.) untersagt, Waffen zu tragen. Dies war nur den Samurai vorbehalten. Um sich gegen Räuber oder herumstreunende herrenlose Samurai (Ronin) verteidigen zu können, wurde in Familienverbänden unterschiedliche Selbstverteidigungssysteme konzipiert und gelehrt. Diese einzelnen System werden im japanischen als RYU (Schule bezeichnet).

Jedes einzelne Ryu zeichnet sich durch unterschiedliche Techniken und Eingänge in Techniken aus. In den unterschiedlichen Systemen wurden die Schwerpunkte anders gesetzt. Teilweise auf Schlag/ und Tritttechniken; in anderen Systemen lag der Schwerpunkt im Bereich von Wurf/ und Hebeltechniken.

Das Goshin Do Aikijitsu ist eine Stilrichtung aus dem Aiki – Budo. Die Silbe Ai bedeutet übersetzt „Harmonie“. Die Silbe Ki hat die Bedeutung „geistige Kraft“ oder „Lebensenergie“. Jitsu steht für „Kunst“. Die deutsche Bezeichnung für Goshin Do lautet: „weg der Selbstverteidigung“. Im Aikijitsu wird der Schwung des Angreifers für sich nutzbar gemacht, man beraubt ihn seines Mittelpunktes und fügt dem Angreifer mittels Hebel und Wurftechniken starke Schmerzen zu. Aber auch Schläge und Tritte spielen im Aikijitsu eine Rolle um den Angreifer Kampfunfähig zu machen.

Goshin Ryu Jiu-Jitsu heißt übersetzt „die Schule der Selbstverteidigung der Sanften Kunst“.

Mit der sanften Kunst ist jedoch nicht die Behandlung des Angreifers gemeint sondern vielmehr der Körperaufwand für eine Verteidigung. So ist eines der Prinzipien der Sanften Kunst mit geringsten Aufwand höchst möglichen Effekt zu erzielen. Ein Angriff wird zunächst geblockt, darauf folgt ein Schlag oder Tritt kombiniert mit einer Wurf oder Hebeltechnik. So wird der Angreifer durch Bruch der Gelenke oder Starke schmerzen zur Aufgabe gezwungen.

Judo ist ein Wettkampfsport und heißt übersetzt „der sanfte Weg“ es ist jedoch in erster Linie eine Kampfkunst die zur Schulung von Geist und Körper dient, derjenige der am geschicktesten den eigenen Körper einsetzt gewinnt. Beim Judo werden Würfe, Hebel, Halte- und Würgegriffe eingesetzt um nach punkten zu siegen oder den Gegner zur Aufgabe zu zwingen. Es ist keine Kriegerische Auseinandersetzung wie beispielsweise Aikijitsu oder Jiu-Jitsu sondern eine Kunstform des Zweikampfes auf sportlicher ebene.

Shin Ryu Goshin Karate Shin bedeutet „neu“ Ryu „Schule“ Goshin „Selbstverteidigung“ und Karate heißt übersetzt „die leere Hand“. Die neue Schule der Selbstverteidigung mit der leeren Hand ist eine neue Form des Karate. In den meisten Karate Stilen ist es ein Wettkampfsport der in zwei Kategorien unterteilt wird Kata (Form) und Kumitee (Zweikampf). Im Shin Ryu Goshin Karate liegt der Schwerpunkt in der Verteidigung. Mittels Schlägen die mit der Handkante, der Faust oder dem Ellenbogen ausgeführt werden und mittels Tritttechniken die mit dem Fußballen, der Fußkante oder dem Knie ausgeführt werden können, wird dem Schüler vermittelt sich gegen Angriffsarten wie Schläge oder Tritte, aber auch gehaltene Angriffe wie Würgen, Körperumklammerung oder Schwitzkasten zu verteidigen.